Wer Ahnung hat, spielt besser

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Je mehr du dich mit der Musik, dem Aufbau, der Struktur, Orchestrierung, aber auch geschichtlich mit der jeweiligen Epoche, Architektur, dem Weltbild und so weiter auskennst, desto mehr und reichhaltiger wirst du hören und desto intensiver wird dein Erleben sein. Weiterbildung in Musiktheorie ist also aus purem Eigennutz eine gute Idee.

Der berühmte Pianist Alfred Cortot (1877-1962) verlangte von seinen Schülern eine schriftliche, formale Analyse der gespielten Werke, bevor sie sich an die „eigentliche“ Arbeit des Übens machen durften. Als Meister seines Fachs wusste er, dass mit entsprechendem theoretischem Durchdringen des Werkes nicht nur das Üben effektiver wird, sondern auch das Ergebnis besser wird.

Gleiches gilt für deine Musizierbewegungen. Weißt du denn, wo sich die Gelenke für eine spezifische Bewegung befinden und wie sie funktionieren? Weißt du, was das Zwerchfell ist, was es tut, wie es mit dem Brustkorb verbunden ist? Wie ist dein Handlungsplan?

Wer mehr weiß, kann auch mehr wahrnehmen. Das macht das Erleben reichhaltiger. Ein Sommelier nimmt zum Beispiel deutlich mehr Facetten des Weines wahr als ich, der ich immerhin zwischen Weiß- und Rotwein unterscheiden kann. Ein Parkettleger kann es kaum vermeiden, Unebenheiten im Boden wahrzunehmen.

All dieses Wissen rund um Instrument, Werk, Musiktheorie usw. wird eine verfeinerte Wahrnehmung und damit effektiveres Üben / besseres Spielen ermöglichen, denn: jede Veränderung besteht aus drei Elementen. Du musst…

  • wissen, wo du stehst – also dein Können wahrnehmen,
  • wissen, was du willst – also eine Vorstellung des Zielzustandes haben und:
  • wissen, wie du den Unterschied zwischen den beiden, also Wollen und Können überwinden kannst.

Zu letzterem trägt diese VideoPräsentation bei:

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